Insolvenzen: Gastronomie & Hotellerie

Im Zeitraum 01.12.2025 bis 25.08.2026 wurden in diesem Wirtschaftszweig 665 Insolvenzverfahren bekanntgemacht — 8,8 % aller erfassten Unternehmensinsolvenzen. Die meisten Fälle entfielen auf Nordrhein-Westfalen (159 Verfahren).

Rang 5 von 16 Wirtschaftszweigen Anteil 8,8 % aller Verfahren Bundesschnitt 0,80 je 100.000 Ew.

Datenstand 26.08.2026 · Quelle: insolvenzbekanntmachungen.de, eigene Auswertung

665
Insolvenzverfahren
8,8 % aller erfassten Verfahren
5.602
betroffene Beschäftigte
aus 131 Unternehmen mit bekannter Mitarbeiterzahl
1,3 Mrd. €
Umsatzvolumen
aus 247 Unternehmen mit bekanntem Umsatz
1,6 Mio. €
Median-Jahresumsatz
die Hälfte der Unternehmen liegt darunter
6 Jahre
Median-Alter bei Insolvenz
gerechnet ab Gründungsjahr

Zeitverlauf

Bekanntmachungen erscheinen nur an Gerichtstagen. Die Ansicht je Werktag rechnet Feiertagseffekte heraus und macht Monate mit Ostern vergleichbar.

62
Dez 25
75
Jan 26
85
Feb 26
96
Mär 26
51
Apr 26
59
Mai 26
85
Jun 26
87
Jul 26
65
Aug 26

Schraffierte Balken: Der Monat ist am Rand des Auswertungszeitraums angeschnitten und daher nicht mit den übrigen vergleichbar.

Gastronomie & Hotellerie: Insolvenzen nach Bundesland

Absolute Fallzahlen spiegeln vor allem die Größe eines Bundeslandes und die regionale Verbreitung der Branche. Vergleichbar wird die Belastung erst im Bezug auf 100.000 Einwohner.

Hessen: 64 Verfahren, 1,02 je 100.000 Einwohner Mecklenburg-Vorpommern: 15 Verfahren, 0,95 je 100.000 Einwohner Nordrhein-Westfalen: 159 Verfahren, 0,88 je 100.000 Einwohner Sachsen-Anhalt: 18 Verfahren, 0,84 je 100.000 Einwohner Niedersachsen: 60 Verfahren, 0,75 je 100.000 Einwohner Rheinland-Pfalz: 27 Verfahren, 0,65 je 100.000 Einwohner Baden-Württemberg: 70 Verfahren, 0,62 je 100.000 Einwohner Saarland: 5 Verfahren, 0,49 je 100.000 Einwohner Schleswig-Holstein: 14 Verfahren, 0,47 je 100.000 Einwohner Bayern: 57 Verfahren, 0,43 je 100.000 Einwohner Sachsen: 16 Verfahren, 0,40 je 100.000 Einwohner Brandenburg: 9 Verfahren, 0,35 je 100.000 Einwohner Thüringen: 4 Verfahren, 0,19 je 100.000 Einwohner Berlin: 97 Verfahren, 2,63 je 100.000 Einwohner Hamburg: 44 Verfahren, 2,36 je 100.000 Einwohner Bremen: 6 Verfahren, 0,85 je 100.000 Einwohner
niedriger höher
BundeslandVerfahrenAnteil je 100.000 Ew.Index
Berlin 97 14,6 % 2,63 331
Hamburg 44 6,6 % 2,36 297
Hessen 64 9,6 % 1,02 128
Mecklenburg-Vorpommern 15 2,3 % 0,95 120
Nordrhein-Westfalen 159 23,9 % 0,88 111
Bremen 6 0,9 % 0,85 107
Sachsen-Anhalt 18 2,7 % 0,84 106
Niedersachsen 60 9,0 % 0,75 94
Rheinland-Pfalz 27 4,1 % 0,65 82
Baden-Württemberg 70 10,5 % 0,62 78
Saarland 5 0,8 % 0,49 62
Schleswig-Holstein 14 2,1 % 0,47 59
Bayern 57 8,6 % 0,43 54
Sachsen 16 2,4 % 0,40 50
Brandenburg 9 1,4 % 0,35 44
Thüringen 4 0,6 % 0,19 24

Index 100 = Bundesdurchschnitt dieser Branche (0,80 Verfahren je 100.000 Einwohner). Einwohnerzahlen: Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis (Zensus 2022), Stand 31.12.2024.

Ein Bundesland in der Tabelle führt direkt zu den dort gelisteten insolventen Unternehmen auf Deal One.

Welche Tätigkeiten betroffen sind

Aufschlüsselung innerhalb des Wirtschaftszweigs nach dem Geschäftszweck der insolventen Unternehmen.

Restaurant / Systemgastronomie335 50,4 %
Hotel / Beherbergung104 15,6 %
Bäckerei / Konditorei / Cafe / Eisdiele76 11,4 %
Catering / Veranstaltungen / Lieferdienste69 10,4 %
Bar / Club39 5,9 %
Gastronomie & Hotellerie18 2,7 %
Fleischerei / Metzgerei14 2,1 %
Sonstiges Gastgewerbe10 1,5 %

Größe und Alter der betroffenen Unternehmen

In welcher Umsatzklasse und in welchem Lebensalter Unternehmen dieses Wirtschaftszweigs scheitern.

Nach Jahresumsatz

Basis: 247 Unternehmen mit bekanntem Umsatz.

unter 0,5 Mio. €41 16,6 %
0,5 – 2 Mio. €102 41,3 %
2 – 10 Mio. €72 29,1 %
10 – 50 Mio. €30 12,1 %
über 50 Mio. €2 0,8 %

Nach Unternehmensalter

Jahre zwischen Gründung und Insolvenz. Median: 6 Jahre.

bis 3 Jahre197 30,0 %
4 – 10 Jahre285 43,4 %
11 – 20 Jahre115 17,5 %
21 – 50 Jahre57 8,7 %
über 50 Jahre2 0,3 %

Zuständige Insolvenzgerichte

Amtsgerichte mit den meisten Verfahren dieses Wirtschaftszweigs.

#Amtsgericht BundeslandVerfahren
1 Charlottenburg (Berlin) Berlin 97
2 Hamburg Hamburg 44
3 München Bayern 26
4 Frankfurt am Main Hessen 23
5 Köln Nordrhein-Westfalen 22
6 Essen Nordrhein-Westfalen 22
7 Hannover Niedersachsen 16
8 Düsseldorf Nordrhein-Westfalen 16
9 Stuttgart Baden-Württemberg 13
10 Münster (Westfalen) Nordrhein-Westfalen 13

Methodik und Datengrundlage

Datenquelle
Insolvenzbekanntmachungen der deutschen Amtsgerichte (insolvenzbekanntmachungen.de)
Grundgesamtheit
Im Handelsregister eingetragene Unternehmen. Insolvenzen von Einzelunternehmen, Freiberuflern und Privatpersonen sind nicht enthalten. Die Zahlen sind daher nicht mit der amtlichen Insolvenzstatistik des Statistischen Bundesamtes vergleichbar.
Erfasste Verfahren
Gezählt wird jedes bekanntgemachte Verfahren – sowohl die Anordnung vorläufiger Sicherungsmaßnahmen als auch die Verfahrenseröffnung. Ein später aufgehobenes oder eingestelltes Verfahren bleibt in der Statistik, weil es zum Zeitpunkt der Bekanntmachung stattgefunden hat.
Branchenzuordnung
Die Zuordnung erfolgt anhand des im Handelsregister eingetragenen Geschäftszwecks. Unternehmen mit mehreren Tätigkeitsfeldern werden ihrem Schwerpunkt zugeordnet und erscheinen nur in einem Wirtschaftszweig.
Regionale Zuordnung
Zuordnung über das zuständige Insolvenzgericht (Sitz des Schuldners, § 3 InsO).
Unternehmenskennzahlen
Umsatz, Mitarbeiterzahl und Gründungsjahr aus Handelsregister- und Jahresabschlussdaten; nicht für jedes Unternehmen verfügbar. In diesem Wirtschaftszweig liegt der Umsatz für 247 von 665 Verfahren vor (37 %). Summen zu Umsatz und Beschäftigten sind damit Untergrenzen.
Aktualisierung
Täglich neu berechnet. Letzter Datenstand: 26.08.2026.

Verwendung der Zahlen mit Quellenangabe „deal-one.de, Auswertung der amtlichen Insolvenzbekanntmachungen“ ausdrücklich gestattet.

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