Insolvenzen: Medien & Marketing

Im Zeitraum 01.12.2025 bis 25.08.2026 wurden in diesem Wirtschaftszweig 323 Insolvenzverfahren bekanntgemacht — 4,3 % aller erfassten Unternehmensinsolvenzen. Die meisten Fälle entfielen auf Nordrhein-Westfalen (73 Verfahren).

Rang 9 von 16 Wirtschaftszweigen Anteil 4,3 % aller Verfahren Bundesschnitt 0,39 je 100.000 Ew.

Datenstand 26.08.2026 · Quelle: insolvenzbekanntmachungen.de, eigene Auswertung

323
Insolvenzverfahren
4,3 % aller erfassten Verfahren
2.195
betroffene Beschäftigte
aus 88 Unternehmen mit bekannter Mitarbeiterzahl
568,9 Mio. €
Umsatzvolumen
aus 160 Unternehmen mit bekanntem Umsatz
1,6 Mio. €
Median-Jahresumsatz
die Hälfte der Unternehmen liegt darunter
10 Jahre
Median-Alter bei Insolvenz
gerechnet ab Gründungsjahr

Zeitverlauf

Bekanntmachungen erscheinen nur an Gerichtstagen. Die Ansicht je Werktag rechnet Feiertagseffekte heraus und macht Monate mit Ostern vergleichbar.

48
Dez 25
27
Jan 26
44
Feb 26
32
Mär 26
22
Apr 26
20
Mai 26
48
Jun 26
54
Jul 26
28
Aug 26

Schraffierte Balken: Der Monat ist am Rand des Auswertungszeitraums angeschnitten und daher nicht mit den übrigen vergleichbar.

Medien & Marketing: Insolvenzen nach Bundesland

Absolute Fallzahlen spiegeln vor allem die Größe eines Bundeslandes und die regionale Verbreitung der Branche. Vergleichbar wird die Belastung erst im Bezug auf 100.000 Einwohner.

Hessen: 28 Verfahren, 0,45 je 100.000 Einwohner Schleswig-Holstein: 13 Verfahren, 0,44 je 100.000 Einwohner Rheinland-Pfalz: 17 Verfahren, 0,41 je 100.000 Einwohner Nordrhein-Westfalen: 73 Verfahren, 0,40 je 100.000 Einwohner Sachsen: 15 Verfahren, 0,37 je 100.000 Einwohner Bayern: 38 Verfahren, 0,29 je 100.000 Einwohner Baden-Württemberg: 32 Verfahren, 0,28 je 100.000 Einwohner Niedersachsen: 18 Verfahren, 0,22 je 100.000 Einwohner Mecklenburg-Vorpommern: 3 Verfahren, 0,19 je 100.000 Einwohner Brandenburg: 4 Verfahren, 0,16 je 100.000 Einwohner Thüringen: 3 Verfahren, 0,14 je 100.000 Einwohner Saarland: 1 Verfahren, 0,10 je 100.000 Einwohner Sachsen-Anhalt: 1 Verfahren, 0,05 je 100.000 Einwohner Hamburg: 29 Verfahren, 1,56 je 100.000 Einwohner Berlin: 43 Verfahren, 1,17 je 100.000 Einwohner Bremen: 5 Verfahren, 0,71 je 100.000 Einwohner
niedriger höher
BundeslandVerfahrenAnteil je 100.000 Ew.Index
Hamburg 29 9,0 % 1,56 403
Berlin 43 13,3 % 1,17 302
Bremen 5 1,5 % 0,71 184
Hessen 28 8,7 % 0,45 115
Schleswig-Holstein 13 4,0 % 0,44 114
Rheinland-Pfalz 17 5,3 % 0,41 107
Nordrhein-Westfalen 73 22,6 % 0,40 105
Sachsen 15 4,6 % 0,37 96
Bayern 38 11,8 % 0,29 74
Baden-Württemberg 32 9,9 % 0,28 74
Niedersachsen 18 5,6 % 0,22 58
Mecklenburg-Vorpommern 3 0,9 % 0,19 49
Brandenburg 4 1,2 % 0,16 40
Thüringen 3 0,9 % 0,14 37
Saarland 1 0,3 % 0,10 26
Sachsen-Anhalt 1 0,3 % 0,05 12

Index 100 = Bundesdurchschnitt dieser Branche (0,39 Verfahren je 100.000 Einwohner). Einwohnerzahlen: Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis (Zensus 2022), Stand 31.12.2024.

Ein Bundesland in der Tabelle führt direkt zu den dort gelisteten insolventen Unternehmen auf Deal One.

Welche Tätigkeiten betroffen sind

Aufschlüsselung innerhalb des Wirtschaftszweigs nach dem Geschäftszweck der insolventen Unternehmen.

Marketing / Werbung / Kommunikation / Veranstaltungen205 63,5 %
Film / Foto / Musik / Ton45 13,9 %
Verlagswesen29 9,0 %
Telekommunikation16 5,0 %
Content-Websites / Portale10 3,1 %
Gaming / Videospiele9 2,8 %
Fernsehen / Rundfunk / Streaming6 1,9 %
Medien / Marketing & Kreativ3 0,9 %

Größe und Alter der betroffenen Unternehmen

In welcher Umsatzklasse und in welchem Lebensalter Unternehmen dieses Wirtschaftszweigs scheitern.

Nach Jahresumsatz

Basis: 160 Unternehmen mit bekanntem Umsatz.

unter 0,5 Mio. €36 22,5 %
0,5 – 2 Mio. €52 32,5 %
2 – 10 Mio. €65 40,6 %
10 – 50 Mio. €5 3,1 %
über 50 Mio. €2 1,3 %

Nach Unternehmensalter

Jahre zwischen Gründung und Insolvenz. Median: 10 Jahre.

bis 3 Jahre58 18,0 %
4 – 10 Jahre122 37,9 %
11 – 20 Jahre85 26,4 %
21 – 50 Jahre55 17,1 %
über 50 Jahre2 0,6 %

Zuständige Insolvenzgerichte

Amtsgerichte mit den meisten Verfahren dieses Wirtschaftszweigs.

#Amtsgericht BundeslandVerfahren
1 Charlottenburg (Berlin) Berlin 43
2 Hamburg Hamburg 29
3 München Bayern 25
4 Köln Nordrhein-Westfalen 16
5 Düsseldorf Nordrhein-Westfalen 10
6 Stuttgart Baden-Württemberg 10
7 Hannover Niedersachsen 8
8 Schwarzenbek Schleswig-Holstein 7
9 Frankfurt am Main Hessen 7
10 Dresden Sachsen 7

Methodik und Datengrundlage

Datenquelle
Insolvenzbekanntmachungen der deutschen Amtsgerichte (insolvenzbekanntmachungen.de)
Grundgesamtheit
Im Handelsregister eingetragene Unternehmen. Insolvenzen von Einzelunternehmen, Freiberuflern und Privatpersonen sind nicht enthalten. Die Zahlen sind daher nicht mit der amtlichen Insolvenzstatistik des Statistischen Bundesamtes vergleichbar.
Erfasste Verfahren
Gezählt wird jedes bekanntgemachte Verfahren – sowohl die Anordnung vorläufiger Sicherungsmaßnahmen als auch die Verfahrenseröffnung. Ein später aufgehobenes oder eingestelltes Verfahren bleibt in der Statistik, weil es zum Zeitpunkt der Bekanntmachung stattgefunden hat.
Branchenzuordnung
Die Zuordnung erfolgt anhand des im Handelsregister eingetragenen Geschäftszwecks. Unternehmen mit mehreren Tätigkeitsfeldern werden ihrem Schwerpunkt zugeordnet und erscheinen nur in einem Wirtschaftszweig.
Regionale Zuordnung
Zuordnung über das zuständige Insolvenzgericht (Sitz des Schuldners, § 3 InsO).
Unternehmenskennzahlen
Umsatz, Mitarbeiterzahl und Gründungsjahr aus Handelsregister- und Jahresabschlussdaten; nicht für jedes Unternehmen verfügbar. In diesem Wirtschaftszweig liegt der Umsatz für 160 von 323 Verfahren vor (50 %). Summen zu Umsatz und Beschäftigten sind damit Untergrenzen.
Aktualisierung
Täglich neu berechnet. Letzter Datenstand: 26.08.2026.

Verwendung der Zahlen mit Quellenangabe „deal-one.de, Auswertung der amtlichen Insolvenzbekanntmachungen“ ausdrücklich gestattet.

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